Montag, 2. November 2015

Die Venus von Wildsteig: Heidnischer Kult bei der Wieskirche?





Der heutige 1. November 2015 war sozusagen ein goldener Oktobertag: Strahlend blauer Himmel, und die Sonne brannte derart warm vom Himmel, dass draußen vor der Talstation der Tegelbergbahn ein Eisverkaufsstand aufgebaut war, und sich regen Zuspruchs erfreute.
Wir nutzten das "Kaiserwetter" für einen Ausflug zur Wieskirche. Gewöhnlich fahren wir mit dem Bus dort hin und laufen dann über den Brettlesweg durch das Wiesfilz (Wies-Moor) und anschließend weiter durch den Wald nordwestlich nach Steingaden. Dieses Mal jedoch liefen wir auf einem für uns neuen Wanderweg von der Bushaltestelle Wildsteig-Seemühle südlich zur Wallfahrtskirche.
Der Weg von dort bis zur Wies ist etwa 4 km lang; wir aber entdeckten bereits nach wenigen hundert Metern eine ganz andere Kultstätte, die mit christlichen Bräuchen nicht recht in Übereinstimmung zu bringen ist.

Schon auf dem ersten Foto, und unten noch deutlicher, erkennen wir sie: Die Statue der weltberühmten Venus mit dem Atombusen, die hier auf einem Altar in Form eines Sofas hindrapiert ist.

Aus der ausgeleerten Flasche vor ihrem Altar haben die Gläubigen ihrer Göttin ein Libationsopfer dargebracht, denn sie enthielt jenen geweihten Kräutertrunk, der von kundigen Druiden in Braunschweig angerührt wird. Von dort wird er gegen einen mengenabhängigen Obulus an alle Gläubigen abgegeben, welchen zur Feier bacchantischer Kulte der Rebensaft abgeht:

Zu Füßen der Götterstatue flackert ein heiliges Feuer: Rot wie die Liebe, und golden wie der heutige Herbsttag.

Nicht oft vollzieht sich dieser Kult im Freien, wie hier. Und auch die Schar ihres Gefolges sind keine Freien, sondern der göttlichen Macht sklavisch verfallen. Weshalb sie zwar niemals frei werden können, aber dann und wann doch wenigstens Freier.
Diese Ansicht der Sakralstätte zeigt uns den Lehnstuhl des Priesters, während die glühend heißen Gläubigen auf dem roten Sofa beim Gottesdienst jene hochkomplizierten Kulthandlungen verrichten, welche ihnen die Heilige Schrift der Venus Globus Atomica peinlich genau zu erfüllen vorschreibt. Diese Schrift halten sie streng geheim; aber manche sagen, dass der Titel ihres heiligen Buches "Kamasutram" heiße.

Es muss aber an jeder Kultstätte der globalen Venus Holz gelagert werden:
 

Dies kommt daher, dass alle Gläubigen beim Anschauen des geweihten Leibes ihrer Göttin oder von einem Abbild desselben eine sakrale Formel murmeln müssen, welche lautet: "Viel, Holz vor der Hütte, viel Holz vor der Hütte, viel Holz vor der Hütte".
Niemand weiß, was diese rituellen Worte bedeuten; Das ist ähnlich wie bei den Buddhisten, bei denen die Bedeutung ihres "Om mani padme hum" ebenfalls im Dunkel der Geschichte versunken ist.
Bei dem Kult der Venus Globus Atomica ist das nicht verwunderlich, denn dieser Kult ist schon sehr alt. Bereits in der Steinzeit war er weit verbreitet, und davon sind uns noch heute Kultfiguren überliefert, wie beispielsweise die Venus von Willendorf (Wikipedia), die Venen oder Venusse von Dolní Věstonice, Venus von Moravany und, in größerer Nähe zu unserer Kultstätte aufgefunden, die Venus vom Hohlefels.
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Venus von Wildsteig eine genetische Variante der Venus vom Hohlefels ist, welche im Schutz der sumpfigen Moränenlandschaften rund um die Wieskirche zehntausende von Jahren in jungfräulicher Frische perenniert haben.
Tatsächlich zeigt ja auch, wenn man genau hinschaut, die Statuette der Venus vom Hohlefels eine deutlich größere anatomische Affinität zur Venus von Wildsteig, als die drei anderen Kultfiguren: Sie strahlt etwas Kraftvoll-Drängendes aus, das man als ein vitales Nach-vorne-Stoßen interpretieren kann oder, in der liegenden Position, als zwei Scheinwerfer, welche für ihre Anhänger den Himmel ausleuchten.

Nichts liegt unserem Chronisten ferner, als die müßige Neugier der Gaffer zu befriedigen.
Wohl aber fühlt er sich der Wissenschaft verpflichtet, und dem ernsten Interesse seriöser Laien-Liebhaber, seine Entdeckungen mit aller erdenklichen Sorgfalt zu dokumentieren.
Er lässt daher hier einige weitere Fotos folgen und wird, was er über diesen geheimnisumwitterten Kultus und seine (meist nächtlich betriebenen) Rituale weiß, willig mit seinen Leserinnen und Lesern teilen.

Der umgestürzte Stuhl ist ein wichtiges Symbol im Kult der Venus Globus Atomica: Er steht für wilde Leidenschaft. Daher ist es auch kein Zufall, dass sich dieser heilige Hain (auch wenn er mittlerweile abgeholzt ist) in "WILDsteig befindet.

Und auch das "Steigen" spielt eine exorbitant wichtige Rolle in den religiösen Ritualen dieses Kultus.
Deshalb wird auch die Göttin häufig mit emporgerichteten Armen dargestellt, und auch andere Körperteile müssen steil aufsteigen, um der Statue ihre sakrale Würde zu verleihen.
Dem Mythos zufolge befiehlt die Göttin, wenn sie die Arme auf diese Weise erhebt, ihrem Jünger: "Komm, komm, komm." Und später, wenn sie die Arme gesenkt hat, verwandelt sich der Imperativ zum Deskriptiv; sie schreit dann heftig und hitzig: "Ich komme, ich komme, ich komme".


Hier noch einmal eine besonders eindrucksvolle Aufnahme von der ersten Phase des "Kommen-Ritus":

Ein charakteristisches Merkmal der rauschhaften religiösen Verrichtungen ihrer Anhänger ist die starke Hitzeentwicklung. Diese wird im Gottesdienst durch das Feuer und den Rauch symbolisiert, die immer vorhanden sein müssen, wenn ein Rudel von Gläubigen seine Kult-Akrobatiken (auch "Kult-Turnen" genannt, was manche irrig von "Kultur-Turnen" sprechen lässt) aufführt. Die wir hier leider nicht sehen können, weil ich die geweihte Stätte erst post actu aufgefunden habe.
Die entleerten Becher sind ebenfalls wichtig. Auf der rein praktischen Ebene dienen sie dem Vollzug des Libationsopfers. Symbolisch stehen sie für jenen Zustand, welcher die Gläubigen nach vollendetem Ritus befällt: Sie fühlen sich dann wie "Flasche leer".

Die gleiche Bedeutung hat das Rad, denn wenn die Gläubigen zum Ende gekommen sind, fühlen sie sich wie gerädert.
Auch die Farben der Fahne sind kein Zufall:
- Schwarz steht für die Nacht,
- Rot für die Liebe und
- Gold für diejenigen Fälle, in denen die Liebe bezahlt wird:

Gläubige Christen freilich halten das Treiben der Venus-Jünger für freventlich, und wollen es allenfalls im Hörselberg dulden.
Tatsächlich begegneten wir, nachdem wir uns von diesem Orte abgewendet hatten um unsere Pilgerschaft nach der christliche Wieskirche fortzusetzen, einigen Wesen, die eine starke Ähnlichkeit mit dem Leibhaftigen aufwiesen. Es ist mir gelungen, zwei davon mit meiner Spezialkamera zu Nutz und Frommen meiner Leserschaft  auf die Speicherkarte zu bannen.

Flüchtige Betrachter werden dieses Wesen als "Rindvieh" ansprechen, oder als "Kuh".
Aber, schauen Sie mal genauer hin: Sehen Sie nicht ein teuflisches Glimmen im Auge des Zyklopen? Und die ungleichmäßigen Hörner: Für Kundige ein unfehlbares Anzeichen, dass der Satan hier versucht hat, seine Hörner abzustoßen, um seinen wahren Charakter zu tarnen!

Und hier, bei diesem (scheinbaren) Tier, sieht man doch sofort, wie es sich förmlich schon die Lippen leckt und auf neue Opfer lauert!
Und wenn der Teufel seine Hörner als Ohren tarnt: Wenn will er damit täuschen? UNS kann er nicht überlisten, WIR durchschauen seine satanischen Machenschaften!


Die unten mit meiner Spezialkamera enthüllte Bodenstruktur lässt eine archäologische Fundstätte vermuten, die wahrscheinlich ebenfalls im Zusammenhang mit dem Kult der Venus von Wildsteig steht. Leider fehlte uns die Zeit, um hier tiefer nachzugraben:


Zu unserer Rechten war ein See. Das heißt: Dort war einmal ein See gewesen, ehe der Staudamm brach. (Das war 1851 oder 1871; im Text erscheint einmal die eine, einmal die andere Jahreszahl. Auch das ganz zweifellos ein Werk dämonischer Mächte!). So aber sehen wir nur den Seeboden, der heute offenbar landwirtschaftlich bewirtschaftet wird und deshalb deutlich eintöniger als etwa das Wiesfilz aussieht.
Immerhin: Hier und da lockert Busch- und Baumvegetation das Grasland auf:






Dass hier einst ein See war, welchen die Mönche des Klosters Rottenbuch durch einen Damm hatten aufstauen lassen, sagt uns die Europäische Union. Oder jedenfalls eine aufwändig gestaltete Tafel, die u. a. von der EU finanziert wurde:

Manche glauben, dass auch hinter der EU teuflische Machenschaften stecken; aber dies ist mein privater Blog, und deshalb will ich an dieser Stelle darüber nicht räsonnieren.
Aber, wenn jemand glaubt, dass die EU den Menschen etwas schenkt, welche sich in ihren Krakenarmen verfangen haben, der glaubt auch, dass Hitler den Juden Theresienstadt geschenkt hat. Weil man damals einen Film gemacht hat unter dem Titel "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt". Also bleiben Sie wachsam, und lassen Sie sich von der EU nicht filmen!

Manche glauben, weil die EU uns Albträume verschafft, hätte sie auch die Alpen gemacht. Das ist aber nicht wahr; die Alpen sind nach den Alpakas benannt, die dort leben. Sie erinnern sich sicherlich, dass ich Ihnen oben ein Foto von einem Dämon gezeigt hatte, welcher die Gestalt eines Alpaka-Tieres angenommen hatte; aber die Alpen sind viel schöner als alle Dämonen der Welt:

Nach vielleicht 2 Kilometern Weges konnten wir aufatmen: Endlich waren wir der Zone des Bösen entronnen, und im Geleitgebiet des Wiesherrle angekommen.
Der hat uns auch nicht enttäuscht: Außer dem herrlichen Wetter am heutigen Sonntag hat er gemacht, dass der Fahrer des letzten Busses an der Wieskirche auf uns gewartet hat, als wir verspätet zur Haltestelle hechelten.

Leider hat er bei den Lottozahlen wieder Mist gemacht. Er hat wohl geglaubt, weil er unterwegs noch ein Wunder gemacht hat, dass er genug gemacht habe und sich ausruhen könne.
In einer Talmulde, die (anders als die badischen Weine) von der Sonne NICHT verwöhnt wurde, hatte er die Gräser und Pflanzen mit Raureif bedeckt.


Von dem Raureif gingen immer wieder dichte Nebelschwaden aus, die wie Rauch aussahen. Diesen Rauch hat er gemacht, damit wir Menschen sehen, dass es zweierlei Rauch gibt: Der teuflische Rauch wird vom Satan im Feuer der Hölle erzeugt. Der himmlische Rauch besteht aus Wasser, und Wasser löscht das teuflische Feuer.


 
Damit Sie mir aber auch weiterhin glauben (denn an allem anderen, was ich Ihnen bisher erzählt habe, hegen Sie doch hoffentlich keinerlei Zweifel?), muss ich Ihnen noch ein paar Fotos zeigen, wo man sieht, dass der 1. November wirklich ein goldener Oktobersonntag war:


Nun aber kam, endlich (denn wir hatten endlos gebummelt) die Wieskirche in Sicht:

Und wieder ein paar prächtige Alpenberge:

Auch an der Wies herbstet es herrlich:


Nun standen wir freilich vor einer Gewissensfrage "Kirche oder Kauen"?
Weil ich Ihnen vertraue, und weil ich weiß, dass Sie uns nicht verraten, beichte ich Ihnen eine schwere Sünde, die meine Frau und ich gemeinsam begangen haben: Wir gingen "Kauen", ins (große) Gasthaus Moser.
Das Wiesherrle hat uns diese Sünde vergeben und es hat gemacht, dass wir eine große Portion von richtig leckerem Krustenbraten bekamen, aus Schweinebauch. So schlägt der Herr zwei Fliegen mit einer Klappe: Er verzeiht den Sündern, und vernichtet die Schweine. Was diese ja auch redlich verdient haben!
Nach dem Essen wirkte er ein weiteres Wunder. "Fiat lux" hatte er bereits am Morgen gesagt, und deshalb schien die Sonne den ganzen Tag lang.
Nun sprach er "Fiat Cinquecento" - und schon stand ein Fiat Cinquecento-Oldtimer für dem Fenster:

Früher kamen alle Wunder vom lieben Gott. Heute kommen manche aus dem Computer; in diesem Falle hat mein Bildbearbeitungsprogramm die Farbintensitäter der Herbstblätter noch ein wenig gesteigert:


Nicht nur draußen an Blättern und Bäumen fanden wir goldene Herbstfarben, sondern auch drinnen in der Wieskirche:


Golden auch der Pelikan, der sich nach mittelalterlicher Legende, das eigene Herz aus der Brust reißt, um seine Jungen damit zu füttern. Was die katholische Kirche natürlich als Symbol für Jesus Christus gedeutet hat:

Nachfolgend noch einige weitere Bilder vom Sonntag, 01.11.2015, aus der sonnendurchfluteten Wieskirche:









Zum Abschluss noch einmal das "Wiesherrrle" in Person: Der "Gegeißelte Heiland" in der Wieskirche, deren offizieller Name "Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies" lautet:


 

ceterum censeo

Wer alle Immiggressoren der Welt in sein Land lässt, der ist nicht "weltoffen":
Der hat den A.... offen!
Textstand vom 01.11.2015

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