Montag, 31. August 2015

An einem heißen Sommersonntag auf dem Winterzugweg unterwegs

 
 
 
Am Berghang des Säuling-Massivs, südlich über dem Schwangauer Alpsee (den meine treuen Leser ja bereits kennen- und fürchtengelernt haben), führen zwei "Winterzugwege" entlang: Ein unterer Winterzugweg und ein oberer Winterzugweg.
Woher der Name stammt, verrät mir nicht einmal der "Amtliche Führer" Schwangau - Hohenschwangau von Hermann Leeb, der (letztmalig?) 1995 in der 10. Auflage im Druck- und Verlagshaus Holdenried in Füssen erschienen ist.


Vielleicht durchzieht jenes Ungeheuer, dessen Fotografie mir oben gelungen ist in jedem Winter täglich diese beiden Wege und hinterlässt dort die Spuren seiner gewaltigen Tatzen?
Wie und wo genau wir dem Monster begegnet sind, dass muss ich Ihnen zu Ihrer eigenen Sicherheit verschweigen. Denn je weniger Sie darüber wissen, umso größer sind Ihre Chancen, dem Untier nicht zu begegnen. 
Trotzdem wäre an Ihrer Stelle sehr vorsichtig, denn wenn Sie dem Ungeheuer erst einmal gegenüberstehen, dann kann ich Ihnen keine Garantie für einen guten Ausgang geben! ;-)
 
Wir allerdings sind nochmal davongekommen, und diesem glücklichen Umstand verdanken Sie es, wenn Sie nun eine kleine Auswahl meiner unzähligen Fotos anschauen können, die ich auf dieser Wanderung (am gestrigen Sonntag, 30.08.2015) geknipst habe:
 
 
 
 
 
Von Hohenschwangau aus sind wir zunächst eine kurze Strecke auf der Straße zur Marienbrücke (und zur Bleckenau) hochgelaufen und dann kurz vor der Spitzkehre auf den unteren Winterzugweg eingebogen. An dessen Ende hat man die Auswahl, hinab zum See und dort auf einem Uferweg zurück zu gehen, oder aber hochzuklettern auf den Oberen Winterzugweg (der stellenweise sehr eng ist). (Weitere Wege führen auch geradeaus, zum Seeende usw..)
An einer Stelle auf dem oberen Winterzugweg waren zahlreiche Steinmännchen aufgebaut, wie wir sie vor längerer Zeit schon in der Pöllatschlucht gesehen hatten.
 
 
 
 
Der obere Winterzugweg ist, wie gesagt, großenteils sehr schmal .....
 
..... aber wer die richtigen Wanderstöcke hat, der hat trotzdem gut lachen!
  
„Natura non facit saltus", wird behauptet - aber ziemlich merkwürdige Gebilde bringt sie schon zustande: 
 
Sie werden es kaum auf den ersten Blick bemerken, aber das hier ist ein "Zwei-Seen-Blick": Rechts oben erscheint nämlich ein Zipfel des Forggensees; das helle Gebäude am linken (auf diesem Foto: ) Ende des Forggensees ist das Füssener Festspielhaus. Gebaut für ein Ludwig-Musical, das zunächst sehr erfolgreich war, aber dann pleite ging. Auch ein späteres zweites zog nicht lange, aber die Veranstaltungen, die heute dort stattfinden (z. B. kürzlich ein Konzert von Andreas Gabalier, oder demnächst der vollständige "Ring des Nibelungen" von Richard Wagner, aufgeführt von der bulgarischen Nationaloper Sofia.

Weil ich Ihnen vertraue und weiß, dass Sie ein Geheimnis für sich behalten können verrate ich Ihnen sogar, wo der Nibelungenschatz liegt: In dieser Höhle am Alpsee!
Aber, wie sie sehen: Die Boote halten respektvoll Abstand. Jeder weiß: Noch keiner lebenden Menschenseele gelang es jemals, hier einen Schatz herauszuholen!


Den dritten See sieht man auf diesem Bild (und überhaupt auf dieser Wanderung) nicht: Es ist der Schwansee, der sich hinter dem ersten und vor dem zweiten, höheren, Hügelzug eingenistet hat:
 
Extra um mir ein schönes Foto und Ihnen einen schönen Anblick zu ermöglichen, haben sich die Boote hier im Halbkreis gruppiert.
(Und für die Wahrheit meiner Behauptung gilt italienische Bonmot: "Se non è vero, è ben trovato" ;-) ):
 
Ein Blick zum westlichen, Hohenschwangau gegenüberliegenden Ende des Sees:
 
Hohenschwangau: Nachdem es stellenweise bereits durch die Bäume geblinzelt hatte, kam nun endlich eine Stelle mit freiem Blick auf das Schloss:
 
Hier (fast) die ganzen Gebäude des Schlosskomplexes. Die kleineren Häuser rechts vom Schloss waren Wohnräume für den Hofstaat. (Die Orangerie, noch weiter rechts, fehlt auf dem Foto):
 
Weit in der Ferne (aber dank Zoom recht nah erscheinend) wird die Schwangauer Wallfahrtskirche St. Koloman (Coloman) sichtbar, und dahinter ein Teil vom Forggensee:
 
Die Wanderstrecke ist eigentlich recht kurz. Weil wir aber erst gegen Mittag von Hohenschwangau aus losgegangen waren, und viele Stunden mit zahllosen Fotoaufnahmen verbummelt hatten, war der letzte Bus Richtung Schwangau schon abgefahren, als wir an die Haltestelle kamen. So mussten wir durch diese Baumallee zu Fuß zum Ortskern zurückkehren:

Noch einen letzten Blick zurück auf die Berge im Westen .....
 
..... und, durch ein Gebüsch, auf die langsam versinkende Sonne:
 
Den Strahlen der untergehenden Sonne verdankt auf dem folgenden Bild auch die Westfassade von Schloss Neuschwanstein ihre warme rötliche Farbgebung; ansonsten ist das Gebäude (mit Ausnahme der Sandstein-Teile an der Fassade) bekanntlich weiß, was mir nicht sonderlich gefällt; ich empfinde das als kalt.
 
Ich verabschiede mich mit einem Foto der für Schwangau und Hohenschwangau als Touristensouvenir in zahllosen Materialvarianten obligaten Schwäne; diese hier in einem Schaufenster des Hotel Müller sind aus Kristall gefertigt:
 
 
 
 
ceterum censeo
Blockis* bluten brave Bürger!
Deshalb Deutschland in Europa:
Weder Zuchtmeister, noch Zahlmeister!
* Die eurofetischistischen "Blockparteien" CDUCSUFDPGRÜNESPD
Textstand vom 06.09.2015

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